Die Lavarella ist ein vergleichsweise leicht und gut erreichbarer Dolomiten-Dreitausender mit entsprechender Rundsicht. Einem frühen Aufbruch am Morgen steht nichts entgegen. Wer spätestens 6.00 Uhr startet, sollte im Normalfall vor dem sommerlichen Wärmegewitter wieder unten sein.

Tour:

An der Capanna Alpina (Parkmöglichkeit) nimmt man den Weg 11 über den Col de Locia zum Tadega-Joch (Passo Tadega). Am Tadega-Joch angelangt geht es nach links in westlicher Richtung in das Hochtal Büsc dla Stü, vorbei am Lé de Conturines, bis man die Scharte zwischen Lavarella und Piz delle due Forcelle erreicht hat. Von der Scharte steigt man steil in nördlicher Richtung aufwärts in die Einschartung zwischen westlichem Vorgipfel (3034m) und dem Hauptgipfel. Nach rechts erreicht man den Hauptgipfel (3055m), nach links den Vorgipfel. Wer dann auf dem Anstiegsweg zurück geht, muss etwa 6,5 Stunden reine Gehzeit einplanen bei ca. 1350 Hm im Auf- und Abstieg.
Wenn man einmal dort oben ist und stabiles Wetter hat, kann man noch durch Überschreitung des Piz delle due Forcelle (2929m) eine Besteigung des Piz dles Conturines (Conturinesspitze, 3064m, kl. Steiganlage am Gipfel-Aufbau) anhängen.

Was sind das für merkwürdige Namen, Büsc dla Stü, Lé de Conturines?

Es handelt sich um die alten ladinischen Ortsbezeichnungen, Muttersprache der Einheimischen im Gadertal und Abteital einschließlich der Seitentäler. Wer mehr darüber wissen möchte, kann hier Genaueres lesen.

Bandiarac
Der Bandiarac, vom Weg 11 gesehen, besteht aus mehreren Pfeilern, an denen etliche alpine Kletterrouten existieren.
Büsc dla Stlü, Piz Taibon und Cima Parom
Durch das Tal Büsc dla Stlü, eingerahmt von Piz Taibon und Cima Parom, verläuft der weitere Anstieg, wenn man das Tadega-Joch erreicht hat.
Col de Locia, Cima del Lagol, Cima Scottoni, Mittlere Fanisspitze bzw. Punta Di Mezzo Di Fanis
Hier schweift der Blick vom Tadega-Joch (Passo Tadega) zurück in Richtung Col de Locia. Links vom Col de Locia stehen die Cima del Lago (2654 m), Cima Scottoni (2874 m) und die Mittlere Fanisspitze bzw. Punta Di Mezzo Di Fanis, 2989m.
Sella, Pralongia-Hochfläche
Blick von der Scharte zwischen Piz delle due Forcelle und Lavarella zur Sella und zur Pralongia-Hochfläche.
Rätischer Mohn
Rätischer Mohn unweit der Scharte zwischen Piz delle due Forcelle und Lavarella
Hauptgipfel der Lavarella, Zehnerspitze und Neuner, Klein Fanes
Das Gipfel-Kreuz am Hauptgipfel der Lavarella, dahinter Zehnerspitze und Neuner, welche die westliche Begrenzung der Hochfläche von Klein Fanes bilden.
Parom-Tal, Parom-See, Neuner, Seekofel
Das Parom-Tal und teilweise verdeckt der Parom-See, weiter unten einer der kleinen Seen unterhalb der Fanes-Hütte (Rifugio Fanes), links oben Neuner, hinten rechts der Seekofel. Der Anstieg durch das Parom-Tal auf die Lavarella ist weitaus anspruchsvoller als durch das Büsc dla Stlü.
Büsc da Stlü, Lé de Conturines, Cime di Furcia Rossa, Monte Vallon Bianco, Cristallo
Das Büsc da Stlü mit Lé de Conturines, dahinter Cime di Furcia Rossa und als letzter links im Gratverlauf der Monte Vallon Bianco, dahinter horizontbildend der Cristallo, die Tofana-Gipfel stecken in den Wolken.
Conturines-Spitze (Piz dles Conturines), Setsass
Die Conturines-Spitze (Piz dles Conturines), darunter der gewaltige Erosions-Kessel unterhalb des Piz delle due Forcelle, und rechts oben im Bild ist der Setsass zu sehen.
Setsass, Grand Vernel im Marmolada-Gebiet
Etwas links der Bildmitte der Setsass, rechts oben in der Ferne sonnenbeschienen der Grand Vernel im Marmolada-Gebiet.
Val Medes, Abtei-Tal (Val Badia)
Das schuttige Val Medes, ganz unten das Abtei-Tal (Val Badia).
Scharte zwischen Piz delle due Forcelle und Lavarella
Dieser Wegabschnitt von der Scharte zwischen Piz delle due Forcelle und Lavarella hinauf zur Einschartung zwischen Haupt- und Vorgipfel ist der steilste in der gesamten Tour.

(2006)

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